Tantra-Institut am Bodensee

 Was genau ist eigentlich Tantra?

Wortbedeutung und Geschichte

Die Ursprünge von Tantra liegen in Indien. Es ist keine Religion, mehr eine spirituelle Lebensphilosophie. Die beiden Religionen Buddhismus und Hinduismus gingen daraus hervor. Entstanden ist Tantra vor ca. 7000 Jahren v.u.Z., manche behaupten sogar später.

Das Wort "Tantra" bedeutet soviel wie verweben/verwoben sein.

                                                        Tempel   Spinnennetz

Im übertragenen Sinne heißt es: Wir sind alle eins und alle mit einander verbunden. Bei jedem Kontakt zu einem Menschen oder auch Tier, sei es gedanklich oder aber direkt auch durch Körperkontakt, verbinden wir uns auf energetischer Ebene miteinander.

Das Ziel von Tantra ist der Weg zur Selbstfindung hin zur universellen Einheit (mit allen Sinnen verbunden sein), durch  das Befreien von alten Mechanismen, Gedankenströmen und Mustern.

Die Rolle des Körpers

Für mich ist der Körper im Tantra der Wegweiser zum eigenen Wesen.
Jedes körperliche Unwohlsein, jeder "Makel", alles, was dir an dir selbst nicht gefällt, jede Krankheit, alles macht dich auf etwas aufmerksam, was du an dir verurteilst. Etwas, dass du nicht wahrnehmen möchtest, etwas, dem du lieber aus dem Weg gehst. Mit diesen Gefühlen, diesen blinden Flecken arbeite ich im Tantra. Ich unterstütze dich darin, die blinden Flecke zu einem Schatz für dein Leben zu machen. Weil sie dich tiefer zu dir selbst führen können als irgendetwas sonst in deinem Leben.

Die Welt der Gegensätzlichkeiten und Urteile

Tantra bejaht die Gegensätzlichkeiten und akzeptiert sie. Tantra bedeutet, nichts auszuschließen; es gibt nichts Schlechtes oder Falsches, von der man sich absondern müsste.

                                                                  Vereinigung     Shiva Shakti

Das gleiche gilt für jeden Menschen selbst. Es geht genauso darum, sich so zu aktzeptieren, wie man ist, auf jeder Ebene. Im Tantra gibt es keine Moral und starren Regeln. Es gibt nichts Schmutziges, Verkehrtes oder Verwerfliches in der Schöpfung. Das Leben selbst ist der Meister. Und der Tantriker hat höchste Ehrfurcht vor allem Leben, egal in welcher Form es sich manifestiert.

Tantra für mich?

Tantra ist für mich ein Weg der vollkommenen Selbstliebe. Ein Weg ohne Scham, Begrenzungen oder Bedingungen.
Es ist ein Weg der Liebe, Freiheit und Bewusstheit, denn Heilung bedeutet eins zu sein mit seinem Schmerz, in achtsamer Bewusstheit mit sich selbst im Hier und Jetzt.